DJK Straubing holt sich den Meistertitel

Es ist vollbracht!!!! Die DJK sichert sich den Meistertitel in der A-Klasse Straubing 2015/16. Aber der Reihe nach. Die Ausgangslage vor dem Spiel stellte sich wie folgt dar: Bei einem Heimsieg ist man auf jeden Fall Meister. Bei einem Punktverlust musste man auf einen Ausrutscher des Konkurrenten aus Ittling hoffen. Somit zählte, wie meist in dieser Saison, nur ein Sieg. Mit der Spvgg Pondorf reiste der Tabellendritte an, mit dem man noch eine Rechnung offen hatte, waren sie es doch, die der DJK die erste Niederlage beibringen konnten. Durch dieses Hinspielergebnis war man jedoch vor der Offensive der Pondorfer gewarnt und man erwartete eine harte Partie. Bei den Pondorfern ging es zwar um nichts mehr, jedoch dürfte, die Chance die Meisterschaft entscheiden zu können, ihnen dennoch zusätzlich Motivation gegeben haben.
Die Gäste agierten von der ersten Sekunde an sehr aggressiv und setzen körperlich das erste Ausrufezeichen. Schiedsrichter Wallner, der eine souveräne Leistung ablieferte, unterband das harte Einsteigen der Spvgg jedoch sofort und gab, bereits in der vierten Minute, Wieser die gelbe Karte. In der sechsten Minute sollte es dann zum ersten Mal im Kasten von Zistler klingeln. Einen abgeblockten Schuss von Sperl nahm Sgraja volley ab und verwandelte unhaltbar links unten ins Eck. Nur kurze Zeit später brachte Sgraja einen Ball in den Strafraum, der noch abgefälscht bei Gartner landete. Dieser zog ebenfalls volley ab und verwandelte zum 2:0 für die Hausherren. Die Gäste wussten gar nicht so richtig wie ihnen geschah, als in der 18. Minute Fedeneder eine Ecke von Wanner mit dem Körper über die Linie drückte.  Pondorf wachte nach diesem Treffer etwas auf und hätte nur kurze Zeit später beinahe den Anschlusstreffer erzielen können. Nach einer Freistoßflanke parierte Steinberger im Tor stark, den Kopfball danach setzte Gürster nur knapp an die Oberkante der Latte und übers Tor. Das Spiel beruhigte sich nun etwas, wobei die DJK'ler weiterhin die bessere und aktivere Mannschaft waren. In den letzten sechs Minuten vor der Pause schlugen die Gastgeber allerdings noch dreimal (!) zu. Zuerst scheiterte Käser noch nach schönem Solo an Keeper Zistler, doch Sgraja brachte den Nachschuss im Gehäuse unter. Nur drei Minuten später erzielte auch Sperl seinen Treffer. Nach Vorlage von Käser zirkelte Sperl den Ball aus halblinker Position rechts oben an die Unterkante der Latte und von da aus ins Tor. Den Schlusspunkt unter die wohl beste Halbzeit der Saison aus Sicht der Hausherren setzte Joan Ali, der sich aus knapp 25 Metern ein Herz fasste und einfach mal abzog ins linke untere Eck. Somit war bereits das halbe Dutzend vor der Pause voll und keiner auf dem Platz konnte so wirklich fassen was gerade passiert war. Nach dieser Halbzeit war jedem allerdings klar, dass die Meisterschaft heute am Vogelauweg gefeiert werden würde. Doch es waren ja noch 45 Minuten zu spielen in dieser Saison. Pondorf stellte nach dem Seitenwechsel um spielte nun defensiver. Das Ziel schien nun ein zweistelliges Endergebnis zu vermeiden. Zu Beginn der zweiten Halbzeit schaltete die Heimelf offensiv ein paar Gänge zurück und versuchte hinten die Null zu halten. Dennoch ergaben sich immer wieder Chancen für die Blau-Weißen. In der 61. Minute konnte ein hervorragend vorgetragener Angriff im Tor untergebracht werden zum siebten Treffer des Tages. Innenverteidiger Fedeneder schaltete sich in einen Konter mit ein und kombinierte sich mithilfe diverser Doppelpässe mit den Mitspielern Gartner, Sperl und Sgraja durch die Pondorfer Hintermannschaft. Sein Abschluss konnte zwar noch gehalten werden doch im Rückraum stand Garbers goldrichtig und köpfte den Ball ins Netz. Das Spiel verflachte nun zunehmends. Man merkte so langsam allen Spielern an, dass sie den Schlusspfiff herbeisehnten. In der 67. Minute kam es dann zum Comeback des bis dato verletzten Innenverteidigers Meindl, der in der Hinrunde zwölf Tore erzielen konnte. Nach einer Ecke, etwa eine Viertelstunde vor Schluss, erzielte beinahe jener Meindl den nächsten Treffer, verpasste das Tor jedoch. In der 84. Minute war es dann allerdings soweit. Erneut nach einer Ecke von Kossa, stieg Meindl am höchsten und netzte zum achten Mal an diesem Tag für seine Farben ein. Die letzten Minuten waren ein reines Warten auf den Schlusspfiff. Als Wallner die Partie dann pünktlich abpfiff brachen bei den Gastgebern alle Dämme. Ein schier grenzenloser Jubel brach aus zwischen Spielern, dem Trainerteam und den Fans. Die Spvgg Pondorf zeigte sich als fairer Verlierer und gratulierte der DJK sogleich zur Meisterschaft. Das Ergebnis war in der Höhe zwar absolut nicht zu erwarten gewesen, aber aufgrund des Spielverlaufs absolut verdient. Die DJK'ler kamen von der ersten Minuten mit dem absoluten Meisterschaftswillen auf den Rasen und zeigten von Beginn an, die wohl beste Leistung der gesamten Saison. Man agierte in der Offensive eiskalt und ließ in der Defensive aus dem Spiel heraus beinahe nichts zu und die Chancen die Pondorf hatte konnte Steinberger entschärfen.
Über die Saison gesehen war es ein sehr enges und an Spannung wohl kaum zu überbietendes  Titelrennen, bei dem sowohl der RSV Ittling, als auch die DJK als Sieger hervorgehen hätten können. Letztere sicherten sich die Meisterschaft dann mit einem Punkt Vorsprung vor dem Verfolger. Mit einer Bilanz von 25 Siegen, 1 Unentschieden und nur 2 Niederlagen aus 28 Spielen, ist die Meisterschaft wohl mehr als verdient. Man leistete sich fast keinen Ausrutscher und selbst bei Rückständen hielt man als Mannschaft zusammen und kämpfte sich so in manchen Spielen zu den Siegen. Bemerkenswert ist wohl auch, dass die Last des Toreschießen auf mehrere Schultern verteilt werden konnte und beinahe jeder Spieler in der Mannschaft an mindestens einem Tor direkt beteiligt war. Hervorzuheben ist auch die Leistung von Trainer Heitzer, der trotz vieler Widrigkeiten, unter anderem den großen Verletzungssorgen in der Rückrunde, eine Mannschaft geformt hat, bei der jeder für jeden kämpft und sich in den Dienst der Mannschaft stellt. Bleibt abzuwarten, wie sich der Meister nächstes Jahr in der Kreisklasse schlagen wird. Aber nach den gezeigten Leistungen in dieser Saison sollte die ein oder andere Überraschung nächstes Jahr schon drin sein. Abschließend bleibt dem RSV Ittling noch viel Glück für die Relegation zu wünschen, der es ebenfalls verdient hätte aufzusteigen. Die DJK Straubing verabschiedet sich nun erstmal in die wohlverdiente Sommerpause.